Apostelgeschichte 19
1 Während sich Apollos in Korinth aufhielt, durchwanderte Paulus zunächst das gebirgige Binnenland (Kleinasiens)t und kam dann an die Küste nach Ephesus.t Dort fand er einige Jünger.t Anf. 52 n.Chr. 2 Die fragte er: "Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid?"t Sie antworteten ihm: "Wir haben überhaupt noch nicht gehört, ob der Heilige Geist gekommen ist."t3 Da fragte er sie weiter: "Welche Taufe habt ihr denn empfangen?"t Sie erwiderten: "Des Johannes Taufe."t4 Paulus sprach: "Johannes hat getauft mit einer Taufe, die von einer Sinnesänderung begleitet sein mußte,t und er sagte dem Volk, sie sollten glauben an den, der nach ihm käme: an Jesus."5 Als sie das hörten, ließen sie sich taufen in den Namen des Herrn Jesus.6 Als ihnen dann Paulus die Hände auflegte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten.7 Es waren ihrer im ganzen ungefähr zwölf Männer.8 Paulus ging dann in das jüdische Versammlungshaus und predigte dort mit allem Freimut über Gottes Königreich. Drei Monate langt suchte er die Juden durch seine Reden zu überzeugen.9 Als sich aber manche dagegen verstockten und, anstatt zu glauben, "den Weg" (des Herrn)t vor der versammelten Gemeinde schmähten, da trennte er sich von ihnen.t Er sonderte die Jünger (von der jüdischen Gemeinde) ab und hielt nun täglich (von der fünften bis zur zehnten Stunde)t seine Lehrvorträge in dem Hörsaal eines gewissen Tyrannus.10 Das dauerte zwei Jahre,t so daß alle Bewohner Asiens, Juden sowohl wie Heiden, des Herrn Wort vernahmen.11 Gott tat auch durch des Paulus Hände ganz ungewöhnliche Wunder:12 sogar die Tücher, womit sich Paulus den Schweiß abgewischt, oder die Schürzen, die er bei der Arbeit getragen hatte, legte man auf die Kranken, die dann von ihren Leiden geheilt und von bösen Geistern befreit wurden.t13 Auch einige umherziehende jüdische Teufelsaustreibert versuchten bei solchen, die von bösen Geistern besessen waren, den Namen des Herrn Jesus anzurufen; sie gebrauchten dabei die Worte: "Ich beschwöre euch bei dem Jesus, den Paulus verkündigt."14 So trieben es unter anderen die sieben Söhne eines Juden aus hohenpriesterlichem Geschlecht namens Skeuas.15 Aber der böse Geist antwortete ihnen: "Jesus kenne ich, und von Paulus habe ich gehört; doch wer seid ihr?"16 Damit sprang der Mensch, in dem der böse Geist war, auf sie los, überwältigte zwei von ihnent und mißhandelte sie so, daß sie ohne Kleider und voller Wunden aus dem Haus fliehen mußten.17 Von diesem Vorfall hörten alle Juden und Heiden, die in Ephesus wohnten. Sie alle wurden von Schrecken ergriffen, und man fing an, den Namen des Herrn Jesus hoch zu ehren.18 Nun kamen auch viele von denen, die schon früher gläubig geworden waren,t und bekannten offen, was sie einst getrieben hatten.19 Ja, nicht wenige von denen, die mit Zauberkünsten umgegangen waren, brachten ihre Zauberbücher herbei und verbrannten sie öffentlich. Als man ihren Wert berechnete, ergab sich der Betrag von fünfzigtausend Silberstücken.t20 In solcher Weise wuchs das Wort des Herrn mit Macht und erwies sich kräftig.t21 Nach diesen Ereignissen beschloß Paulus, über Mazedonien und Achaja nach Jerusalem zu reisen. "Wenn ich dort gewesen bin", so sprach er, "dann muß ich auch Rom sehen."22 Er sandte zwei seiner Mitarbeiter, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien voraus, während er selbst noch eine Zeitlang in Asien blieb.23 Gerade damals entstand wegen der Lehret des Herrn ein großer Aufruhr.24 Ein Silberschmied, mit Namen Demetrius, der in Silber kleine Nachbildungen des Tempels der Artemis verfertigte,t verschaffte allen, die in diesem Erwerbszweig beschäftigt waren, einen nicht geringen Verdienst.25 Eines Tages versammelte er diese Künstler und ihre Gehilfen und sprach zu ihnen: "Ihr wißt genau, wie einträglich unser Gewerbe ist.26 Nun seht und hört ihr aber, wie dieser Paulus nicht nur in Ephesus, sondern fast in ganz Asien viele Leute durch seine Überredungskünste verführt hat, indem er behauptet: 'Das sind keine Götter, die man mit Händen macht!'27 Doch nicht nur unser Gewerbe droht in Mißachtung zu kommen, sondern auch das Heiligtum der großen Göttin Artemis ist in Gefahr, sein ganzes Ansehen zu verlieren; ja die Herrlichkeitt dieser Göttin, die ganz Asien und der Erdkreis mit Anbetung ehren, droht bald in den Staub zu sinken."28 Bei diesen Worten gerieten sie in Wut und fingen an zu schreien: "Groß ist die Artemis der Epheser!"29 Ja, die ganze Stadt geriet in Aufregung, und alles stürmte in die Schauburg.t Dorthin wurden auch die Mazedonier Gajus und Aristarchus, des Paulus Reisegefährten, mitgeschleppt.30 Auch Paulus selbst wollte sich unter das Volk begeben, aber die Jünger ließen ihn nicht gehen.31 Sogar einige hohe Beamte,t die ihm gewogen waren, sandten zu ihm und ließen ihn dringend bitten, sich nicht in die Schauburg zu wagen.32 Die Menge schrie indessen weiter, der eine dies, der andere das; denn die Versammlung war ganz in Aufregung, und die meisten wußten überhaupt nicht, warum man zusammengekommen war.33 Da ließ man aus der Volksmenge einen gewissen Alexander, den die Juden vorgeschoben hatten, auf die Bühne der Schauburg hinuntergehen.t Alexander winkte mit der Handt und schickte sich an, seine Glaubensgenossen vor dem Volk zu verteidigen.34 Als man aber merkte, daß er ein Jude war,t da schrien alle aus einem Munde etwa zwei Stunden lang: "Groß ist die Artemis der Epheser!"35 Der Stadtkanzlert brachte endlich die Menge zur Ruhe und sprach: "Ihr Männer von Ephesus, wer in aller Welt wüßte nicht, daß die Stadt Ephesus die Hüterin des Tempels der großen Artemis und ihres vom Himmel gefallenen Bildes ist?t36 Das kann doch niemand bestreiten. Deshalb solltet ihr ruhig bleiben und nichts Unbedachtes tun.37 Ihr habt diese Männert da hergeführt, die doch weder Tempelräuber sind noch unsere Göttin lästern.38 Haben aber Demetrius und seine Berufsgenossen wider jemand eine Beschwerde, nun, so gibt's Gerichtstage und Statthalter: da mögen sie einander verklagen!39 Und habt ihr sonst noch Anträge, so sollen die in der gesetzlichen Volksversammlungt erledigt werden.40 Wir laufen nämlich Gefahr, daß man uns des heutigen Vorfalls wegen als Aufrührer anklagt; denn es liegt kein Grund vor, womit wir diesen Auflauf rechtfertigen könnten." Mit diesen Worten löste er die Versammlung auf.
Acts 19
1 And it came to pass, that, while Apollos was at Corinth, Paul having passed through the upper country came to Ephesus, and found certain disciples:2 and he said unto them, Did ye receive the Holy Spirit when ye believed? And they said unto him, Nay, we did not so much as hear whether the Holy Spirit was given.3 And he said, Into what then were ye baptized? And they said, Into John’s baptism.4 And Paul said, John baptized with the baptism of repentance, saying unto the people that they should believe on him that should come after him, that is, on Jesus.5 And when they heard this, they were baptized into the name of the Lord Jesus.6 And when Paul had laid his hands upon them, the Holy Spirit came on them; and they spake with tongues, and prophesied.7 And they were in all about twelve men.8 And he entered into the synagogue, and spake boldly for the space of three months, reasoning and persuading as to the things concerning the kingdom of God.9 But when some were hardened and disobedient, speaking evil of the Way before the multitude, he departed from them, and separated the disciples, reasoning daily in the school of Tyrannus.10 And this continued for the space of two years; so that all they that dwelt in Asia heard the word of the Lord, both Jews and Greeks.11 And God wrought special miracles by the hands of Paul:12 insomuch that unto the sick were carried away from his body handkerchiefs or aprons, and the evil spirits went out.13 But certain also of the strolling Jews, exorcists, took upon them to name over them that had the evil spirits the name of the Lord Jesus, saying, I adjure you by Jesus whom Paul preacheth.14 And there were seven sons of one Sceva, a Jew, a chief priest, who did this.15 And the evil spirit answered and said unto them, Jesus I know, and Paul I know, but who are ye?16 And the man in whom the evil spirit was leaped on them, and mastered both of them, and prevailed against them, so that they fled out of that house naked and wounded.17 And this became known to all, both Jews and Greeks, that dwelt at Ephesus; and fear fell upon them all, and the name of the Lord Jesus was magnified.18 Many also of them that had believed came, confessing, and declaring their deeds.19 And not a few of them that practised magical arts brought their books together and burned them in the sight of all; and they counted the price of them, and found it fifty thousand pieces of silver.20 So mightily grew the word of the Lord and prevailed.21 Now after these things were ended, Paul purposed in the spirit, when he had passed through Macedonia and Achaia, to go to Jerusalem, saying, After I have been there, I must also see Rome.22 And having sent into Macedonia two of them that ministered unto him, Timothy and Erastus, he himself stayed in Asia for a while.23 And about that time there arose no small stir concerning the Way.24 For a certain man named Demetrius, a silversmith, who made silver shrines of Diana, brought no little business unto the craftsmen;25 whom he gathered together, with the workmen of like occupation, and said, Sirs, ye know that by this business we have our wealth.26 And ye see and hear, that not alone at Ephesus, but almost throughout all Asia, this Paul hath persuaded and turned away much people, saying that they are no gods, that are made with hands:27 and not only is there danger that this our trade come into disrepute; but also that the temple of the great goddess Diana be made of no account, and that she should even be deposed from her magnificence whom all Asia and the world worshippeth.28 And when they heard this they were filled with wrath, and cried out, saying, Great is Diana of the Ephesus.29 And the city was filled with the confusion: and they rushed with one accord into the theatre, having seized Gaius and Aristarchus, men of Macedonia, Paul’s companions in travel.30 And when Paul was minded to enter in unto the people, the disciples suffered him not.31 And certain also of the Asiarchs, being his friends, sent unto him and besought him not to adventure himself into the theatre.32 Some therefore cried one thing, and some another: for the assembly was in confusion; and the more part knew not wherefore they were come together.33 And they brought Alexander out of the multitude, the Jews putting him forward. And Alexander beckoned with the hand, and would have made a defense unto the people.34 But when they perceived that he was a Jew, all with one voice about the space of two hours cried out, Great is Diana of the Ephesians.35 And when the townclerk had quieted the multitude, he saith, Ye men of Ephesus, what man is there who knoweth not that the city of the Ephesians is temple-keeper of the great Diana, and of the image which fell down from Jupiter?36 Seeing then that these things cannot be gainsaid, ye ought to be quiet, and to do nothing rash.37 For ye have brought hither these men, who are neither robbers of temples nor blasphemers of our goddess.38 If therefore Demetrius, and the craftsmen that are with him, have a matter against any man, the courts are open, and there are proconsuls: let them accuse one another.39 But if ye seek anything about other matters, it shall be settled in the regular assembly.40 For indeed we are in danger to be accused concerning this day’s riot, there being no cause for it: and as touching it we shall not be able to give account of this concourse.41 And when he had thus spoken, he dismissed the assembly.