previous next

Lukas 22

Der Plan der Führer Israels und der Verrat des Judas

1 Es nahte aber das Fest der ungesäuerten Brote, das man Passah nennt.2 Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn umbringen könnten; denn sie fürchteten das Volk.3 Es fuhr aber der Satan in Judas, der mit Beinamen Ischariot genannt wird, welcher aus der Zahl der Zwölf war.4 Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den Hauptleuten, wie er ihnen denselben ausliefern wollte.5 Und sie freuten sich und kamen überein, ihm Geld zu geben.

6 Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne Volksauflauf an sie auszuliefern.

Das letzte Passahmahl

7 Es kam aber der Tag der ungesäuerten Brote, an dem man das Passah schlachten mußte.8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Geht hin, bereitet uns das Passah, damit wir es essen!9 Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, daß wir es bereiten?10 Und er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt hineinkommt, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trägt; dem folgt in das Haus, wo er hineingeht,11 und sprecht zu dem Hausherrn: Der Meister läßt dir sagen: Wo ist das Gastzimmer, in dem ich mit meinen Jüngern das Passah essen kann?12 Und jener wird euch einen großen, mit Polstern belegten Obersaal zeigen; dort bereitet es zu.

13 Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte; und sie bereiteten das Passah.
14 Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tisch und die zwölf Apostel mit ihm.15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.16 Denn ich sage euch: Ich werde künftig nicht mehr davon essen, bis es erfüllt sein wird im Reich Gottes.17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmt diesen und teilt ihn unter euch!

18 Denn ich sage euch: Ich werde nicht mehr von dem Gewächs des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.

Die Einsetzung des Mahles des Herrn

19 Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: Das ist mein Leib, der für euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedächtnis!

20 Desgleichen auch den Kelch nach dem Mahl und sprach: Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird.

Jesus sagt den Verrat voraus

21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrät, ist mit mir auf dem Tisch.22 Und der Sohn des Menschen geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; aber wehe dem Menschen, durch den er verraten wird!

23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von ihnen es wohl wäre, der dies tun würde.

Vom Herrschen und vom Dienen

24 Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen als der Größte zu gelten habe.25 Er aber sagte zu ihnen: Die Könige der Völker herrschen über sie, und ihre Gewalthaber nennt man Wohltäter.26 Ihr aber sollt nicht so sein; sondern der Größte unter euch soll sein wie der Jüngste, und der Führende wie der Dienende.

27 Denn wer ist größer: der, welcher zu Tisch sitzt, oder der Dienende? Ist es nicht der, welcher zu Tisch sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie der Dienende.
28 Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen Anfechtungen.29 Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet hat,

30 daß ihr an meinem Tisch in meinem Reich essen und trinken und auf Thronen sitzen sollt, um die zwölf Stämme Israels zu richten.

Jesu Gebet für Petrus. Die Ankündigung der Verleugnung

31 Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen;

32 ich aber habe für dich gebetet, daß dein Glaube nicht aufhöre; und wenn du dich dereinst bekehrst, so stärke deine Brüder!
33 Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins Gefängnis und in den Tod zu gehen!

34 Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus: Der Hahn wird heute nicht krähen, ehe du dreimal geleugnet hast, daß du mich kennst!
35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts!36 Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, ebenso auch die Tasche; und wer es nicht hat, der verkaufe sein Gewand und kaufe ein Schwert.37 Denn ich sage euch: Auch dies muß noch an mir erfüllt werden, was geschrieben steht: Und er ist unter die Gesetzlosen gerechnet worden. Denn was von mir [geschrieben steht], das geht in Erfüllung!

38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber sprach zu ihnen: Es ist genug!

Gethsemane

39 Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den Ölberg. Es folgten ihm aber auch seine Jünger.40 Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, daß ihr nicht in Anfechtung geratet!41 Und er riß sich von ihnen los, ungefähr einen Steinwurf weit, kniete nieder, betete42 und sprach: Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und stärkte ihn.

44 Und er war in ringendem Kampf und betete inbrünstiger; sein Schweiß wurde aber wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
45 Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jüngern kam, fand er sie schlafend vor Traurigkeit.

46 Und er sprach zu ihnen: Was schlaft ihr? Steht auf und betet, damit ihr nicht in Anfechtung geratet!

Die Gefangennahme Jesu

47 Während er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, welcher Judas hieß, einer der Zwölf, ging vor ihnen her und näherte sich Jesus, um ihn zu küssen.

48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrätst du den Sohn des Menschen mit einem Kuß?
49 Als nun seine Begleiter sahen, was da geschehen sollte, sprachen sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?50 Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm sein rechtes Ohr ab.

51 Da antwortete Jesus und sprach: Laßt es hierbei bewenden! Und er rührte sein Ohr an und heilte ihn.
52 Es sprach aber Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels und den Ältesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen Räuber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stöcken!

53 Als ich täglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hände nicht gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.

Die Verleugnung durch Petrus

54 Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, führten sie ihn ab und brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne.

55 Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezündet hatten und beisammen saßen, setzte sich Petrus mitten unter sie.
56 Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und sprach: Auch dieser war mit ihm!57 Er aber verleugnete ihn und sprach: Frau, ich kenne ihn nicht!58 Und bald danach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht!59 Und nach einer Weile von ungefähr einer Stunde bekräftigte es ein anderer und sprach: Wahrhaftig, der war auch mit ihm; denn er ist ein Galiläer!

60 Petrus aber sprach: Mensch, ich weiß nicht, was du sagst! Und sogleich, während er noch redete, krähte der Hahn.
61 Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn kräht, wirst du mich dreimal verleugnen!

62 Und Petrus ging hinaus und weinte bitterlich.

Jesus vor dem Hohen Rat

63 Die Männer aber, die Jesus festhielten, verspotteten und mißhandelten ihn;64 und nachdem sie ihn verhüllt hatten, schlugen sie ihn ins Angesicht und fragten ihn und sprachen: Weissage uns, wer ist's, der dich geschlagen hat?

65 Und viele andere Lästerungen sprachen sie gegen ihn aus.
66 Und als es Tag geworden war, versammelten sich die Ältesten des Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und führten ihn vor ihren Hohen Rat; und sie sprachen:67 Bist du der Christus? Sage es uns! Er aber sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so würdet ihr es nicht glauben;68 wenn ich aber auch fragte, so würdet ihr mir nicht antworten, noch mich loslassen.69 Von nun an wird der Sohn des Menschen sitzen zur Rechten der Macht Gottes.70 Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber sprach zu ihnen: Ihr sagt, was ich bin!

71 Da sprachen sie: Was brauchen wir ein weiteres Zeugnis? Denn wir haben es selbst aus seinem Mund gehört!

LUKE 22

A Plot To Kill Jesus

(Matthew 26.1-5,14,16; Mark 14.1,2,10,11; John 11.45-53)

1  t The Festival of Thin Bread, also called Passover, was near. 2 The chief priests and the teachers of the Law of Moses were looking for a way to get rid of Jesus, because they were afraid of what the people might do.

3 Then Satan entered the heart of Judas Iscariot, t who was one of the twelve apostles.
4 Judas went to talk with the chief priests and the officers of the temple police about how he could help them arrest Jesus. 5 They were very pleased and offered to pay Judas some money.

6 He agreed and started looking for a good chance to betray Jesus when the crowds were not around.

Jesus Eats with His Disciples

(Matthew 26.17-25; Mark 14.12-21; John 13.21-30)


7 The day had come for the Festival of Thin Bread, and it was time to kill the Passover lambs.

8 So Jesus said to Peter and John, “Go and prepare the Passover meal for us to eat.”

9 But they asked, “Where do you want us to prepare it?”
10 Jesus told them, “As you go into the city, you will meet a man carrying a jar of water.t Follow him into the house 11 and say to the owner, ‘Our teacher wants to know where he can eat the Passover meal with his disciples.’

12 The owner will take you upstairs and show you a large room ready for you to use. Prepare the meal there.”

13 Peter and John left. They found everything just as Jesus had told them, and they prepared the Passover meal.

The Lord's Supper

(Matthew 26.26-30; Mark 14.22-26; 1 Corinthians 11.23-25)


14 When the time came for Jesus and the apostles to eat, 15 he said to them, “I have very much wanted to eat this Passover meal with you before I suffer.

16 I tell you I will not eat another Passover meal until it is finally eaten in God's kingdom.”
17 Jesus took a cup of wine in his hands and gave thanks to God. Then he told the apostles, “Take this wine and share it with each other.

18 I tell you that I will not drink any more wine until God's kingdom comes.”

19 Jesus took some bread in his hands and gave thanks for it. He broke the bread and handed it to his apostles. Then he said, “This is my body, which is given for you. Eat this as a way of remembering me!”
20  t After the meal he took another cup of wine in his hands. Then he said, “This is my blood. It is poured out for you, and with it God makes his new agreement. 21 t The one who will betray me is here at the table with me!

22 The Son of Man will die in the way that has been decided for him, but it will be terrible for the one who betrays him!”

23 Then the apostles started arguing about who would ever do such a thing.

An Argument about Greatness


24  t The apostles got into an argument about which one of them was the greatest.

25 t So Jesus told them:
Foreign kings order their people around, and powerful rulers call themselves everyone's friends.t
26 t But don't be like them. The most important one of you should be like the least important, and your leader should be like a servant.

27 t Who do people think is the greatest, a person who is served or one who serves? Isn't it the one who is served? But I have been with you as a servant.
28 You have stayed with me in all my troubles. 29 So I will give you the right to rule as kings, just as my Father has given me the right to rule as a king.

30 t You will eat and drink with me in my kingdom, and you will each sit on a throne to judge the twelve tribes of Israel.

Jesus' Disciples //Will Be Tested

(Matthew 26.31-35; Mark 14.27-31; John 13.36-38)


31 Jesus said, “Simon, listen to me! Satan has demanded the right to test each one of you, as a farmer does when he separates wheat from the husks.t

32 But Simon, I have prayed that your faith will be strong. And when you have come back to me, help the others.”

33 Peter said, “Lord, I am ready to go with you to jail and even to die with you.”

34 Jesus replied, “Peter, I tell you that before a rooster crows tomorrow morning, you will say three times that you don't know me.”

Moneybags, Traveling Bags, //and Swords


35  t Jesus asked his disciples, “When I sent you out without a moneybag or a traveling bag or sandals, did you need anything?”
“No!” they answered.
36 Jesus told them, “But now, if you have a moneybag, take it with you. Also take a traveling bag, and if you don't have a sword, t sell some of your clothes and buy one.

37 t Do this because the Scriptures say, ‘He was considered a criminal.’ This was written about me, and it will soon come true.”

38 The disciples said, “Lord, here are two swords!”
“Enough of that!” Jesus replied.

Jesus Prays

(Matthew 26.36-46; Mark 14.32-42)


39 Jesus went out to the Mount of Olives, as he often did, and his disciples went with him.

40 When they got there, he told them, “Pray that you won't be tested.”
41 Jesus walked on a little way before he knelt down and prayed,

42 “Father, if you will, please don't make me suffer by drinking from this cup.t But do what you want, and not what I want.”
43 Then an angel from heaven came to help him.

44 Jesus was in great pain and prayed so sincerely that his sweat fell to the ground like drops of blood.t
45 Jesus got up from praying and went over to his disciples. They were asleep and worn out from being so sad.

46 He said to them, “Why are you asleep? Wake up and pray that you won't be tested.”

Jesus Is Arrested

(Matthew 26.47-56; Mark 14.43-50; John 18.3-11)


47 While Jesus was still speaking, a crowd came up. It was led by Judas, one of the twelve apostles. He went over to Jesus and greeted him with a kiss.t

48 Jesus asked Judas, “Are you betraying the Son of Man with a kiss?”
49 When Jesus' disciples saw what was about to happen, they asked, “Lord, should we attack them with a sword?”

50 One of the disciples even struck at the high priest's servant with his sword and cut off the servant's right ear.

51 “Enough of that!” Jesus said. Then he touched the servant's ear and healed it.
52 Jesus spoke to the chief priests, the temple police, and the leaders who had come to arrest him. He said, “Why do you come out with swords and clubs and treat me like a criminal?

53 t I was with you every day in the temple, and you didn't arrest me. But this is your time, and darknesst is in control.”

Peter Says //He Doesn't Know Jesus

(Matthew 26.57,58,67-75; Mark 14.53,54,66-72; John 18.12-18,25-27)


54 Jesus was arrested and led away to the house of the high priest, while Peter followed at a distance. 55 Some people built a fire in the middle of the courtyard and were sitting around it. Peter sat there with them,

56 and a servant girl saw him. Then after she had looked at him carefully, she said, “This man was with Jesus!”

57 Peter said, “Woman, I don't even know that man!”

58 A little later someone else saw Peter and said, “You are one of them!”
“No, I'm not!” Peter replied.

59 About an hour later another man insisted, “This man must have been with Jesus. They both come from Galilee.”

60 Peter replied, “I don't know what you are talking about!” Right then, while Peter was still speaking, a rooster crowed.
61 The Lord turned and looked at Peter. And Peter remembered that the Lord had said, “Before a rooster crows tomorrow morning, you will say three times that you don't know me.”

62 Then Peter went out and cried bitterly.
63 The men who were guarding Jesus made fun of him and beat him. 64 They put a blindfold on him and said, “Tell us who struck you!”

65 They kept on insulting Jesus in many other ways.

Jesus Is Questioned //by the Council

(Matthew 26.59-66; Mark 14.55-64; John 18.19-24)


66 At daybreak the nation's leaders, the chief priests, and the teachers of the Law of Moses got together and brought Jesus before their council.

67 They said, “Tell us! Are you the Messiah?”
Jesus replied, “If I said so, you wouldn't believe me.
68 And if I asked you a question, you wouldn't answer.

69 But from now on, the Son of Man will be seated at the right side of God All-Powerful.”

70 Then they asked, “Are you the Son of God?”t
Jesus answered, “You say I am!”t
71 They replied, “Why do we need more witnesses? He said it himself!”