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Matthäus 13

Gleichnisse vom Himmelreich (Kapitel 13,1-53)

1 Später an jenem Tag verließ Jesus das Haus und setzte sich ans Ufer des Sees, ´um zu lehren`.2 Die Menschenmenge, die sich um ihn versammelte, war so groß, dass er sich in ein Boot setzte; so konnte er zu der ganzen Menge reden, die am Ufer stand t.3 Er sprach über vieles zu ihnen, und er gebrauchte dazu Gleichnisse.
»Hört zu!«, begann er. »Ein Bauer ging aufs Feld, um zu säen.

Das Gleichnis von der Saat, die auf viererlei Boden fällt

4 Beim Ausstreuen der Saat fiel einiges auf den Weg t. Da kamen die Vögel und pickten es auf.5 Einiges fiel auf felsigen Boden, der nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt war. Weil die Saat dort so wenig Erde hatte, ging sie rasch auf.6 Als dann aber die Sonne höher stieg, wurden die jungen Pflanzen versengt, und weil sie keine kräftigen Wurzeln hatten, verdorrten sie.7 Einiges fiel ins Dornengestrüpp, und die Dornbüsche überwucherten und erstickten die Saat.8 Einiges jedoch fiel auf guten Boden und brachte Frucht - zum Teil hundertfach, zum Teil sechzigfach, zum Teil dreißigfach.
9 Wer Ohren hat, der höre!«

Warum Jesus Gleichnisse verwendet

10 Die Jünger kamen zu Jesus und fragten ihn: »Warum verwendest du Gleichnisse, wenn du zu den Leuten redest?«11 Er antwortete: »Euch ist es ´von Gott` gegeben t, die Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; ihnen ist es nicht gegeben.12 Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.13 Das tist der Grund, warum ich in Gleichnissen zu ihnen rede. Sie sehen und sehen doch nicht, sie hören und hören doch nicht und verstehen auch nichts.14 An ihnen erfüllt sich die Prophezeiung Jesajas:
>Hört zu - ihr werdet doch nichts verstehen.
Seht hin - ihr werdet doch nichts erkennen.
15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt,
ihre Ohren sind verstopft,
und ihre Augen halten sie geschlossen.
Sie wollen tmit ihren Augen nichts sehen,
mit ihren Ohren nichts hören
und mit ihrem Herz nichts verstehen
und wollen tnicht umkehren,
sodass ich sie heilen könnte.< t
16 Ihr aber seid glücklich zu preisen! Denn eure Augen sehen, und eure Ohren hören. t17 Ich sage euch: Viele Propheten und Gerechte sehnten sich danach, zu sehen, was ihr seht, und haben es nicht gesehen; sie sehnten sich danach, zu hören, was ihr hört, und haben es nicht gehört.«

Erklärung des Gleichnisses von der Saat

18 »Ich will euch nun das Gleichnis vom Bauern erklären t, der die Saat ausstreut.19 Wenn jemand die Botschaft vom Himmelreich hört und nicht versteht, ist es wie mit der Saat, die auf den Weg fällt. Der Böse kommt und raubt, was ins Herz dieses Menschen gesät worden ist.20 Ein anderer Teil der Saat fällt auf felsigen Boden. Das bedeutet: Jemand hört das Wort und nimmt es sofort mit Freuden auf,21 aber er ist ein unbeständiger Mensch, eine Pflanze ohne Wurzeln. Sobald er wegen des Wortes in Bedrängnis gerät oder sogar verfolgt wird, wendet er sich wieder davon ab.22 Wieder ein anderer Teil der Saat fällt ins Dornengestrüpp. Das bedeutet: Jemand hört das Wort, doch die Sorgen dieser Welt und die Verlockungen des Reichtums ersticken es, und es bleibt ohne Frucht.23 Ein Teil der Saat jedoch fällt auf guten Boden. Das bedeutet: Jemand hört das Wort und versteht es und bringt dann auch Frucht - einer hundertfach, ein anderer sechzigfach und wieder ein anderer dreißigfach.«

Das Gleichnis vom Unkraut im Weizenfeld

24 Jesus erzählte der Menge noch ein anderes Gleichnis: »Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte.25 Eines Nachts, als alles schlief, kam sein Feind, säte Unkraut tzwischen den Weizen und machte sich davon.26 Als dann die Saat aufging und Ähren ansetzte t, kam auch das Unkraut zum Vorschein.
27 Da gingen die Arbeiter tzum Gutsherrn und fragten: >Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt jetzt dieses Unkraut?< -28 >Ein Feind von mir hat das getan<, gab er zur Antwort. Die Arbeiter fragten: >Möchtest du, dass wir hingehen und das Unkraut ausreißen und einsammeln?< -29 >Nein<, entgegnete der Gutsherr, >ihr würdet mit dem Unkraut auch tden Weizen ausreißen.30 Lasst beides miteinander wachsen, bis die Zeit der Ernte da ist. Dann werde ich zu den Erntearbeitern sagen: Reißt zuerst das Unkraut aus, sammelt es ein und bündelt es, um es zu verbrennen; und dann bringt den Weizen in meine Scheune!<«

Das Gleichnis vom Senfkorn

31 Jesus erzählte der Menge ein weiteres Gleichnis: »Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann tauf sein Feld sät.32 Es ist zwar das kleinste aller Samenkörner. Aber was daraus wächst, ist größer als alle anderen Gartenpflanzen. Ein Baum wird daraus, auf dem die Vögel tsich niederlassen und in dessen Zweigen sie nisten.«

Das Gleichnis vom Sauerteig

33 Jesus erzählte ihnen noch ein Gleichnis: »Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig. Eine Frau nimmt ´eine Hand voll` davon, mengt ihn unter einen halben Sack tMehl, und am Ende ist die ganze Masse durchsäuert.«

Die Gleichnisse in Jesu Verkündigung

34 Das alles sagte Jesus der Menge, indem er Gleichnisse gebrauchte; er sprach ausschließlich in Gleichnissen zu ihnen.35 So erfüllte sich, was durch den Propheten vorausgesagt worden war:
»Ich will in Gleichnissen reden;
ich will verkünden, was seit der Erschaffung der Welt verborgen war.« t

Erklärung des Gleichnisses vom Unkraut im Weizenfeld

36 Dann trennte sich Jesus von der Menge und ging ins Haus. Dort wandten sich seine Jünger an ihn und baten ihn: »Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!«
37 Jesus antwortete: »Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn.38 Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Himmelreichs, das Unkraut sind die Kinder des Bösen.39 Der Feind, der das Unkraut sät, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der Welt, und die Erntearbeiter sind die Engel.40 Das Unkraut wird eingesammelt und verbrannt, und so wird es auch am Ende der Welt sein:41 Der Menschensohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere zu Fall gebracht und die ein gesetzloses Leben geführt haben,42 und werden sie in den Feuerofen werfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.43 Dann werden die Gerechten im Reich ihres Vaters leuchten wie die Sonne.
Wer Ohren hat, der höre!«

Die Gleichnisse vom Schatz im Acker und von der Perle

44 »Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz, der in einem Acker vergraben war und von einem Mann entdeckt wurde. Der Mann freute sich so sehr, dass er, nachdem er den Schatz wieder vergraben hatte, alles verkaufte, was er besaß, und dafür den Acker kaufte.
45 Mit dem Himmelreich ist es auch wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.46 Als er eine besonders wertvolle fand, verkaufte er alles, was er besaß, und kaufte dafür diese eine Perle.«

Das Gleichnis vom Fischernetz

47 »Mit dem Himmelreich ist es auch wie mit einem Netz, das auf dem See tausgeworfen wird und mit dem man Fische aller Art fängt.48 Wenn es voll ist, ziehen die Fischer es ans Ufer, setzen sich hin und lesen die Fische aus. Die guten legen sie in Körbe, aber die ungenießbaren werfen sie weg.49 So wird es auch am Ende der Welt sein. Die Engel werden kommen und die Bösen aussondern; sie werden sie von den Gerechten trennen50 und in den Feuerofen werfen, dorthin, wo es nichts gibt als lautes Jammern und angstvolles Zittern und Beben.«

Das Gleichnis vom Schriftgelehrten des Himmelreichs

51 »Habt ihr das alles verstanden?«, ´fragte Jesus seine Jünger.` »Ja!«, erwiderten sie.52 Da sagte er zu ihnen: »Dann wisst: Jeder Schriftgelehrte, der in der Schule des Himmelreichs ausgebildet ist, gleicht einem Hausherrn, der aus seinem reichen Schatz Neues und Altes hervorholt.«
53 Als Jesus diese Gleichnisrede beendet hatte, zog er weiter.

Jesus in seiner Heimatstadt

54 Jesus ging in seine Heimatstadt und lehrte dort in der tSynagoge. Erstaunt fragten die Leute: »Woher hat der Mann solche Weisheit? Woher hat er die Kraft, Wunder zu tun?55 Ist er denn nicht der Sohn des Zimmermanns t? Ist nicht Maria seine Mutter, und sind nicht Jakobus, Josef t, Simon und Judas seine Brüder?56 Leben nicht auch alle seine Schwestern hier unter uns? Woher hat er nur das alles?«57 So kam es, dass Jesus bei ihnen auf Ablehnung stieß t.
Da sagte Jesus zu ihnen: »Ein Prophet gilt nirgends so wenig wie in seiner Heimatstadt tund in seiner eigenen Familie.«
58 Und wegen ihres Unglaubens tat er dort nur wenige Wunder.

Matthew 13

1 On that day went Jesus out of the house, and sat by the sea side.2 And there were gathered unto him great multitudes, so that he entered into a boat, and sat; and all the multitude stood on the beach.3 And he spake to them many things in parables, saying, Behold, the sower went forth to sow;4 and as he sowed, some seeds fell by the way side, and the birds came and devoured them:5 and others fell upon the rocky places, where they had not much earth: and straightway they sprang up, because they had no deepness of earth:6 and when the sun was risen, they were scorched; and because they had no root, they withered away.7 And others fell upon the thorns; and the thorns grew up and choked them:8 and others fell upon the good ground, and yielded fruit, some a hundredfold, some sixty, some thirty.9 He that hath ears, let him hear.

10 And the disciples came, and said unto him, Why speakest thou unto them in parables?11 And he answered and said unto them, Unto you it is given to know the mysteries of the kingdom of heaven, but to them it is not given.12 For whosoever hath, to him shall be given, and he shall have abundance: but whosoever hath not, from him shall be taken away even that which he hath.13 Therefore speak I to them in parables; because seeing they see not, and hearing they hear not, neither do they understand.14 And unto them is fulfilled the prophecy of Isaiah, which saith, By hearing ye shall hear, and shall in no wise understand; And seeing ye shall see, and shall in no wise perceive:

15 For this people’s heart is waxed gross, And their ears are dull of hearing, And their eyes they have closed; Lest haply they should perceive with their eyes, And hear with their ears, And understand with their heart, And should turn again, And I should heal them.

16 But blessed are your eyes, for they see; and your ears, for they hear.17 For verily I say unto you, that many prophets and righteous men desired to see the things which ye see, and saw them not; and to hear the things which ye hear, and heard them not.18 Hear then ye the parable of the sower.19 When any one heareth the word of the kingdom, and understandeth it not, then cometh the evil one, and snatcheth away that which hath been sown in his heart. This is he that was sown by the way side.20 And he that was sown upon the rocky places, this is he that heareth the word, and straightway with joy receiveth it;21 yet hath he not root in himself, but endureth for a while; and when tribulation or persecution ariseth because of the word, straightway he stumbleth.22 And he that was sown among the thorns, this is he that heareth the word; and the care of the world, and the deceitfulness of riches, choke the word, and he becometh unfruitful.23 And he that was sown upon the good ground, this is he that heareth the word, and understandeth it; who verily beareth fruit, and bringeth forth, some a hundredfold, some sixty, some thirty.

24 Another parable set he before them, saying, The kingdom of heaven is likened unto a man that sowed good seed in his field:25 but while men slept, his enemy came and sowed tares also among the wheat, and went away.26 But when the blade sprang up and brought forth fruit, then appeared the tares also.27 And the servants of the householder came and said unto him, Sir, didst thou not sow good seed in thy field? whence then hath it tares?28 And he said unto them, An enemy hath done this. And the servants say unto him, Wilt thou then that we go and gather them up?29 But he saith, Nay; lest haply while ye gather up the tares, ye root up the wheat with them.30 Let both grow together until the harvest: and in the time of the harvest I will say to the reapers, Gather up first the tares, and bind them in bundles to burn them; but gather the wheat into my barn.

31 Another parable set he before them, saying, The kingdom of heaven is like unto a grain of mustard seed, which a man took, and sowed in his field:32 which indeed is less than all seeds; but when it is grown, it is greater than the herbs, and becometh a tree, so that the birds of the heaven come and lodge in the branches thereof.

33 Another parable spake he unto them; The kingdom of heaven is like unto leaven, which a woman took, and hid in three measures of meal, till it was all leavened.

34 All these things spake Jesus in parables unto the multitudes; and without a parable spake he nothing unto them:35 that it might be fulfilled which was spoken through the prophet, saying, I will open my mouth in parables; I will utter things hidden from the foundation of the world.

36 Then he left the multitudes, and went into the house: and his disciples came unto him, saying, Explain unto us the parable of the tares of the field.37 And he answered and said, He that soweth the good seed is the Son of man;38 and the field is the world; and the good seed, these are the sons of the kingdom; and the tares are the sons of the evil one;39 and the enemy that sowed them is the devil: and the harvest is the end of the world; and the reapers are angels.40 As therefore the tares are gathered up and burned with fire; so shall it be in the end of the world.41 The Son of man shall send forth his angels, and they shall gather out of his kingdom all things that cause stumbling, and them that do iniquity,42 and shall cast them into the furnace of fire: there shall be the weeping and the gnashing of teeth.43 Then shall the righteous shine forth as the sun in the kingdom of their Father. He that hath ears, let him hear.

44 The kingdom of heaven is like unto a treasure hidden in the field; which a man found, and hid; and in his joy he goeth and selleth all that he hath, and buyeth that field.

45 Again, the kingdom of heaven is like unto a man that is a merchant seeking goodly pearls:46 and having found one pearl of great price, he went and sold all that he had, and bought it.

47 Again, the kingdom of heaven is like unto a net, that was cast into the sea, and gathered of every kind:48 which, when it was filled, they drew up on the beach; and they sat down, and gathered the good into vessels, but the bad they cast away.49 So shall it be in the end of the world: the angels shall come forth, and sever the wicked from among the righteous,50 and shall cast them into the furnace of fire: there shall be the weeping and the gnashing of teeth.

51 Have ye understood all these things? They say unto him, Yea.52 And he said unto them, Therefore every scribe who hath been made a disciple to the kingdom of heaven is like unto a man that is a householder, who bringeth forth out of his treasure things new and old.

53 And it came to pass, when Jesus had finished these parables, he departed thence.

54 And coming into his own country he taught them in their synagogue, insomuch that they were astonished, and said, Whence hath this man this wisdom, and these mighty works?55 Is not this the carpenter’s son? is not his mother called Mary? and his brethren, James, and Joseph, and Simon, and Judas?56 And his sisters, are they not all with us? Whence then hath this man all these things?57 And they were offended in him. But Jesus said unto them, A prophet is not without honor, save in his own country, and in his own house.58 And he did not many mighty works there because of their unbelief.