Matthäus 24
Die Zukunft der Welt
1 (Markus 13, 1-20; Lukas 21, 5-24)
Als Jesus den Tempel verließ, kamen seine Jünger und wollten ihm die riesigen Ausmaße der Tempelanlage zeigen.2 tDa sagte Jesus zu ihnen: »Ja, seht es euch genau an! Aber ich kann euch versichern: Kein Stein wird hier auf dem anderen bleiben. Alles wird nur noch ein großer Trümmerhaufen sein.«3 »Wann wird das geschehen?«, fragten ihn später seine Jünger, als er mit ihnen am Abhang des Ölbergs saß. »Welche Ereignisse werden dein Kommen und das Ende der Welt ankündigen?«
4 tJesus antwortete: »Lasst euch von keinem Menschen täuschen und verführen!5 tDenn viele werden auftreten und von sich behaupten: ›Ich bin Christus!‹ Und sie werden viele Menschen in die Irre führen.6 Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, achtet darauf, aber erschreckt nicht! Das muss geschehen, doch es bedeutet noch nicht das Ende.7 tDie Völker und Königreiche der Erde werden Kriege gegeneinander führen. In vielen Teilen der Welt wird es Hungersnöte, Seuchen und Erdbeben geben.8 Das ist aber erst der Anfang - so wie die ersten Wehen bei einer Geburt.
9 ttDann werdet ihr gefoltert, getötet und in der ganzen Welt gehasst werden, weil ihr zu mir gehört.10 Manche werden sich vom Glauben abwenden, einander verraten und hassen.11 tFalsche Propheten werden auftreten und viele verführen.12 tUnd weil Gottes Gebote missachtet werden, setzt sich das Böse überall durch. Die Liebe wird bei vielen Menschen erlöschen.13 tAber wer bis ans Ende durchhält, wird gerettet.14 tDie rettende Botschaft von Gottes neuer Welt wird auf der ganzen Erde verkündet werden, damit alle Völker sie hören. Dann erst wird das Ende kommen.
15 Der Prophet Daniel redet von einer ›abscheulichen Götzenstatue‹t. Versucht zu verstehen, was das Geschriebene bedeutet. Wenn ihr diese Götzenstatue im Tempel stehen seht,16 dann sollen alle Bewohner Judäas ins Gebirge fliehen.17 Wer sich gerade auf dem Dach seines Hauses aufhält, soll nicht erst im Haus sein Gepäck für die Flucht zusammensuchen.18 Wer auf dem Feld arbeitet, soll nicht erst nach Hause laufen, um seinen Mantel zu holen.19 tBesonders hart trifft es Schwangere und Mütter mit Säuglingen.20 Betet deshalb, dass ihr nicht im Winter oder am Sabbat fliehen müsst!
21 tDenn es wird eine Zeit der Not kommen, wie sie die Welt in ihrer ganzen Geschichte noch nicht erlebt hat und wie sie auch nie wieder eintreten wird.22 Wenn diese Leidenszeit nicht verkürzt würde, könnte niemand gerettet werden! Aber den Auserwählten Gottes zuliebe wird diese Zeit begrenzt.«
Warnung vor falschen »Rettern«
23 (Markus 13, 21-23; Lukas 17, 23-24)
»Wenn dann jemand zu euch sagt: ›Hier ist der Christus!‹ oder: ›Dort ist er!‹, glaubt ihm nicht!24 tViele werden sich nämlich als ›Christus‹ ausgeben, und es werden falsche Propheten auftreten. Sie vollbringen große Zeichen und Wunder, um - wenn möglich - sogar die Auserwählten Gottes irrezuführen.25 Deshalb bleibt wachsam! Ich habe euch gewarnt!26 Wenn euch jemand erzählt: ›Der Retter ist draußen in der Wüste‹, so geht nicht hin. Wenn er sich irgendwo verborgen halten soll, glaubt es nicht.27 Denn der Menschensohn kommt für alle sichtbar - wie ein Blitz, der von Ost nach West am Himmel aufzuckt.28 Dies wird so gewiss geschehen, wie sich die Geier um ein verendetes Tier scharen.«
Retter und Richter
29 (Markus 13, 24-27; Lukas 21, 25-28)
t»Unmittelbar nach dieser großen Schreckenszeit wird sich die Sonne verfinstern und der Mond nicht mehr scheinen. Die Sterne werden aus ihrer Bahn geschleudert, und die Kräfte des Weltalls geraten durcheinander.30 tDann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel erscheinen. Die Menschen auf der ganzen Erde werden vor Entsetzen jammern und heulen. Alle sehen dann, wie der Menschensohn in großer Macht und Herrlichkeit in den Wolken des Himmels kommt.31 tMit gewaltigem Posaunenschall wird er seine Engel aussenden, und sie werden seine Auserwählten aus allen Teilen der Welt zu ihm bringen.«
»Seid immer bereit!«
32 (Markus 13, 28-32; Lukas 12, 39-40; 17, 26-36; 21, 29-33)
»Der Feigenbaum soll euch dafür ein Beispiel sein: Wenn seine Zweige saftig werden und Blätter treiben, dann wisst ihr, dass es bald Sommer ist.33 Wenn nun all diese Ereignisse eintreffen, könnt ihr sicher sein: Das Kommen des Menschensohnes steht unmittelbar bevor.34 tJa, ich sage euch: Dieses Volkt wird nicht untergehen, bevor das alles geschieht.35 tHimmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber gelten für immer.36 tNiemand weiß, wann das Ende kommen wird, weder die Engel im Himmel noch der Sohn. Den Tag und die Stunde kennt nur der Vater.
37 tWenn der Menschensohn kommt, wird es auf der Erde zugehen wie zur Zeit Noahs,38 als die große Flut hereinbrach. Damals dachten die Menschen auch nur an Essen, Trinken und Heiraten. Selbst als Noah in die Arche stieg,39 glaubten die Leute nicht an das Unheil, bis die Flut sie alle mit sich riss. So wird es auch beim Kommen des Menschensohnes sein.40 Zwei Männer werden auf dem Feld arbeiten. Der eine wird angenommen, und der andere bleibt zurück.41 Zwei Frauen werden Getreide mahlen; die eine wird angenommen, die andere bleibt zurück.
42 Deshalb seid jederzeit bereit! Denn ihr wisst nicht, wann euer Herr kommen wird.43 tEins ist sicher: Wenn der Hausherr wüsste, wann ein Dieb bei ihm einbrechen will, würde er wach bleiben und sich vor dem Einbrecher schützen.44 Seid also zu jeder Zeit bereit, denn der Menschensohn wird gerade dann kommen, wenn ihr am wenigsten damit rechnet!«
Der treue Verwalter
45 (Lukas 12, 42-46)
»Wie verhält sich denn ein kluger und zuverlässiger Verwalter?«, fragte Jesus die Jünger. »Sein Herr hat ihm die Verantwortung für alle Mitarbeiter übertragen; er soll sie zu jeder Zeit mit allem Nötigen versorgen.46 Dieser Verwalter darf sich glücklich nennen, wenn sein Herr ihn bei der Rückkehr gewissenhaft bei der Arbeit findet.47 tDas sage ich euch: Einem so zuverlässigen Mann wird er die Verantwortung für seinen ganzen Besitz übertragen.
48 tWenn aber ein Verwalter unzuverlässig ist und im Stillen denkt: ›Ach was, es dauert bestimmt noch lange, bis mein Herr kommt‹,49 und er fängt an, seine Mitarbeiter zu schlagen und Trinkgelage zu veranstalten,50 dann wird die Rückkehr seines Herrn ihn völlig überraschen. Sein Herr kommt, wenn er nicht damit rechnet.
51 Er wird den unzuverlässigen Verwalter hart bestrafent und ihm den Lohn geben, den die Heuchler verdienen. Er wird ihn hinausstoßen, dorthin, wo es nur Weinen und ohnmächtiges Jammern gibt.«
Matthew 24
1 And Jesus went out from the temple, and was going on his way; and his disciples came to him to show him the buildings of the temple.2 But he answered and said unto them, See ye not all these things? verily I say unto you, There shall not be left here one stone upon another, that shall not be thrown down.
3 And as he sat on the mount of Olives, the disciples came unto him privately, saying, Tell us, when shall these things be? and what shall be the sign of thy coming, and of the end of the world?4 And Jesus answered and said unto them, Take heed that no man lead you astray.5 For many shall come in my name, saying, I am the Christ; and shall lead many astray.6 And ye shall hear of wars and rumors of wars; see that ye be not troubled: for these things must needs come to pass; but the end is not yet.7 For nation shall rise against nation, and kingdom against kingdom; and there shall be famines and earthquakes in divers places.8 But all these things are the beginning of travail.9 Then shall they deliver you up unto tribulation, and shall kill you: and ye shall be hated of all the nations for my name’s sake.10 And then shall many stumble, and shall deliver up one another, and shall hate one another.11 And many false prophets shall arise, and shall lead many astray.12 And because iniquity shall be multiplied, the love of the many shall wax cold.13 But he that endureth to the end, the same shall be saved.14 And this gospel of the kingdom shall be preached in the whole world for a testimony unto all the nations; and then shall the end come.
15 When therefore ye see the abomination of desolation, which was spoken of through Daniel the prophet, standing in the holy place (let him that readeth understand),16 then let them that are in Judaea flee unto the mountains:17 let him that is on the housetop not go down to take out things that are in his house:18 and let him that is in the field not return back to take his cloak.19 But woe unto them that are with child and to them that give suck in those days!20 And pray ye that your flight be not in the winter, neither on a sabbath:21 for then shall be great tribulation, such as hath not been from the beginning of the world until now, no, nor ever shall be.22 And except those days had been shortened, no flesh would have been saved: but for the elect’s sake those days shall be shortened.23 Then if any man shall say unto you, Lo, here is the Christ, or, Here; believe it not.24 For there shall arise false Christs, and false prophets, and shall show great signs and wonders; so as to lead astray, if possible, even the elect.25 Behold, I have told you beforehand.26 If therefore they shall say unto you, Behold, he is in the wilderness; go not forth: Behold, he is in the inner chambers; believe it not.27 For as the lightning cometh forth from the east, and is seen even unto the west; so shall be the coming of the Son of man.28 Wheresoever the carcase is, there will the eagles be gathered together.
29 But immediately after the tribulation of those days the sun shall be darkened, and the moon shall not give her light, and the stars shall fall from heaven, and the powers of the heavens shall be shaken:30 and then shall appear the sign of the Son of man in heaven: and then shall all the tribes of the earth mourn, and they shall see the Son of man coming on the clouds of heaven with power and great glory.31 And he shall send forth his angels with a great sound of a trumpet, and they shall gather together his elect from the four winds, from one end of heaven to the other.
32 Now from the fig tree learn her parable: when her branch is now become tender, and putteth forth its leaves, ye know that the summer is nigh;33 even so ye also, when ye see all these things, know ye that he is nigh, even at the doors.34 Verily I say unto you, This generation shall not pass away, till all these things be accomplished.35 Heaven and earth shall pass away, but my words shall not pass away.36 But of that day and hour knoweth no one, not even the angels of heaven, neither the Son, but the Father only.37 And as were the days of Noah, so shall be the coming of the Son of man.38 For as in those days which were before the flood they were eating and drinking, marrying and giving in marriage, until the day that Noah entered into the ark,39 and they knew not until the flood came, and took them all away; so shall be the coming of the Son of man.40 Then shall two man be in the field; one is taken, and one is left:41 two women shall be grinding at the mill; one is taken, and one is left.42 Watch therefore: for ye know not on what day your Lord cometh.43 But know this, that if the master of the house had known in what watch the thief was coming, he would have watched, and would not have suffered his house to be broken through.44 Therefore be ye also ready; for in an hour that ye think not the Son of man cometh.
45 Who then is the faithful and wise servant, whom his lord hath set over his household, to give them their food in due season?46 Blessed is that servant, whom his lord when he cometh shall find so doing.47 Verily I say unto you, that he will set him over all that he hath.48 But if that evil servant shall say in his heart, My lord tarrieth;49 and shall begin to beat his fellow-servants, and shall eat and drink with the drunken;50 the lord of that servant shall come in a day when he expecteth not, and in an hour when he knoweth not,51 and shall cut him asunder, and appoint his portion with the hypocrites: there shall be the weeping and the gnashing of teeth.